Geschichte

1817
Einrichtung einer Theaterspielstätte in einem Wagenschauer des alten Reitstalles durch Graf Karl Friedrich von Hahn-Neuhaus, einem Studienfreund von Fürst Malte zu Putbus.

1818
J.C. Krampe ist mit Eröffnung der ersten Spielsaison erster Schauspieldirektor in Putbus. Erste Aufführungen "Die Freimaurer", Lustspiel von August von Kotzebue, "Die Gouvernante", Einakter von Theodor Kömer. Weitere Aufführungen fanden möglicherweise auch in einer Spielstätte in einem kleinen hinter dem "Fürstenhof " gebauten Haus, statt.

1819
Beginn des Neubaus des Theaters, der Architekt ist unbekannt.

1819/1820
Planung und Bau des Theaters nach Entwürfen des Fürstlichen Baumeisters Wilhelm Steinbach.

Juli 1820
Eröffnung des Schauspielhauses Putbus. Eröffnungsprogramm: Prolog mit Gedanken von Dr. Carl Schöne "Das Leben ein Traum" oder "Das Horoskop"romantisches Schauspiel.

1826
Umbau des Theaters und Beseitigung von Baumängeln unter der Leitung von Johann Gottfried Steinmeyer, das Theater erhält sein heutiges Aussehen.

1882
Fürst Wilhelm zu Putbus (1833-1907) beabsichtigt das Theater zur Kirche umbauen zu lassen. Der Kreisbaubeamte wies allerdings nach, dass der Umbau des damaligen Kursalons zur Kirche billiger wird als ein Umbau des Theaters. Diesem Vorschlag folgte Fürst Wilhelm zu Putbus.

1910
Das Theater ist jetzt vollständig elektrisch beleuchtet.

01.08.1910
Programm zur Hundertjahrfeier der Gründung des Ortes Putbus "Putbus Anno 1810" - Ein Zeitbild in vier Aufzügen von Prof. Dr. V. Loebe.

1914 - 1918
Schließung des Theaters in "Anbetracht des Krieges".

Mai 1945
Räumlichkeiten des Theaters dienen als Lebensmittellager.

1952/53
Umfassende Rekonstruktion und Einbau einer modernen Ausstattung.

29.08.1953
Wiedereröffnung mit Lessings Schauspiel "Minna von Barnhelm".

1956
Einrichtung des Hauses Alleestraße 10 (Fürstenhof) als Theaterwohnheim.

1958 - 1960
Weitere Verbesserung der technischen Einrichtungen (Einbau eines Rundhorizonts und moderner Beleuchtungsanlagen, Einbau einer Zentralheizung, Ausbau eines Kulissenmagazins).

1963
Die Theater Greifswald, Stralsund und Putbus werden zu „vereinigten Theatern“ zusammengelegt.

1965
Der Millionste Besucher seit 1955 wird im Theater Putbus begrüßt.

1968
Das Theater Greifswald bekommt wieder ein eigenständiges Theater. Das Ensemble aus Putbus wird nach Stralsund überführt, Putbus wird Abstecherbühne vom Stralsunder Theater und ergänzt den Spielplan durch Gastspiele.

1971
Das Theater Putbus feiert sein 150-jähriges Bestehen.

1976
Das Theater Putbus wird wieder dem Rat des Kreises Rügen unterstellt.

1992
Sanierungsbeginn. Der Theaterbetrieb geht im ehemaligen Haus der NVA in Prora und später im teilsanierten Marstall weiter.

1992
Bis 1998 werden die Fundamente gesichert, das Gebäude wird nun durch einen Ringanker zusammengehalten, der Dachstuhl wird gesichert, das Dach wird neu mit Schiefer gedeckt, eine Klimaanlage wird eingebaut, das Haus bekommt eine neue Beleuchtungs- und Beschallungsanlage, die Bühne wird saniert und ein neuer  grauer   Vorhang sorgt für Diskussion. Im Saal werden eine neue Bestuhlung (244 Plätze) und ein Kronleuchter eingebaut, die Ausmalung des Saales wird rekonstruiert, im Saalumgang und im oberen Foyer werden Bemalungen restauriert, im neuen Anbau finden Künstlergarderoben, ein Magazin und Büros Platz.

1998
Am 2. Mai wird das Theater Putbus feierlich wiedereröffnet, es wird als Einrichtung des Landkreises Rügen geführt. Die Verlegung der Theaterferien an den Jahresbeginn ermöglicht einen durchgehen Betrieb über den Sommer.

2003
Das Theater Putbus feiert 50 Jahre nach der Wiedereröffnung 1953 mit einer Vorstellung von Lessings „Minna von Barnhelm“, einem Gastspiel des Stadttheaters  Bremerhaven.

2006
Der Landkreis Rügen wird Mitgesellschafter der Theater Vorpommern GmbH. Das  Theater Putbus wird neben Greifswald und Stralsund weiterer Spielort dieser Theatervereinigung.

2011
Die CC-Film aus Berlin dreht für den mehrfach ausgezeichneten Film „Wunderkinder“ entscheidende Szenen im Theater Putbus. Gudrun Landgrebe, Konstantin Wecker, Kai Wiesinger, Gedeon Burkhard waren auch dabei.

2012
Der langjährige Theaterdirektor Klaus Möbus übergibt die Geschäfte an seinen Nachfolger, Peter Gestwa.

2019
Die Fassade des Theaters wird gestrichen, Kythara und Wandfries „Die Musen“ werden saniert, das Theatercafé erhält ein neues Video-Fenster.

2020
Das Theater Putbus begeht sein 200-jähriges Bestehen mit zahlreichen Sonderveranstaltungen und einer Festwoche.